Joseph Todt (423,13.11510) und seine Nachkommen [zum Stammbaum]

In der 13. Generation meiner Vorfahren steht Joseph Todt 13.11510. Er wurde 1545 in Zell/Franken geboren. Das konnte ich in "Die Abschiede der in den Jahren 1540 -1542 in der Altmark gehaltenen ersten General-Kirchen-Visitation mit Berücksichtigung der in den Jahren 1551, 1579 und 1600 gehaltenen Visitationen II. Band 4. Heft" Seite 442 finden. Als sein Alter wird hier  55 Jahre genannt.

Er hat in Leipzig studiert und 1581 wird er Pfarrer in Goren (Niedergörne). Seine mündliche Berufung erfolgt durch seinen  Junker, denen von Gohren.

1600: Der Pfarrer Er Josephus Todt, zur Zelle im Frankenlande bürtig, aetatis 55, hat zu Leipzig studiert, ist von seinen Junkern, denen von Gohren mündlich vociert anno 81 in die Johannis Baptistae (24. Juni), ist ordiniert und confimiert zu Havelberg von D. Andrea Praetorio, concionatore aulico in vigilia Visitationis Marie (1. Juli) anno 81, hat in proxima visitatione vo 6 Jahren die Formula Concordiae zu Stendal subscribiert

Ein weiterer zu seiner Tätigkeit als Pfarrer in Niedergörne befindet sich in "Uwe Czubatynski Evangelisches Pfarrerbuch für die Altmark Biographische Daten und Quellennachweise als Hilfsmittel zur kirchlichen Ortsgeschichte der Mark Brandenburg und der Provinz Sachsen 2., erweiterte Auflage (elektronische Ressource) Rühstädt 2006" Seite 66/67:

Niedergörne
um 1542 Vakanz
nach 1581 Todt, Joseph
vor 1632 Haarbaum, Jürgen
nach 1632 Vakanz
um 1661 von der Heide, ...
1683 - 1696 Hübener, Hermann Dietrich
1696 - 1705 Muhl, Christoph Ulrich

1705 - 1714 Hekel, Christian Friedrich
1714 - 1733 Arnold, Johann Georg
1734 - 1775 Grünheide, Johann Heinrich
1775 - 1803 Grünheide, Carl Gottfried Ulrich
1804 - 1843 Köppen, Karl Friedrich
1844 - 1884 Homann, Edwin Heinrich
1885 - 1920 Muhl, Friedrich Wilhelm Otto Hermann

Zur Stellung und  den Aufgaben eines Pfarrers steht in Wikipedia folgendes:

Ein Pfarrer bekleidet in der Regel ein Pfarramt. In Mittel- und Norddeutschland wird der Pfarrer auch Pastor genannt. Die Stellung und Aufgaben eines Pfarrers sind in den christlichen Konfessionen unterschiedlich: In den evangelischen Kirchen und der Altkatholischen Kirche ist der Pfarrer aus dem Kreise der bei der jeweiligen Kirche verbeamteten Geistlichen entweder von der Gemeinde gewählt oder von der übergeordneten Kirchenleitung ernannt. Im zweiten Fall muss auf die Ernennung die Vokation durch den Kirchenvorstand erfolgen. In seltenen Fällen wird die Pfarrstelle aber auch nach Präsentation durch einen Patron besetzt.

In den evangelischen Kirchen wird man durch die Ordination zum Pfarrer. Ein Bewerber wird dadurch mit der öffentlichen Verkündigung des Wortes Gottes und der Verwaltung der Sakramente (vor allem Taufe und Abendmahl) beauftragt. In der Ordination verspricht der Pfarrer seelsorgerliche Verschwiegenheit und die Wahrung des Beichtgeheimnisses. Ein Pfarrer kann dann eine Gemeinde leiten oder auch in einem anderen Bereich geistliche Aufgaben erfüllen. Die meisten evangelischen Kirchen ordinieren Frauen und Männer ausschließlich ins Gemeindepfarramt und setzen für Sonderpfarrämter eine Praxiszeit im Gemeindepfarramt voraus.

Von Interesse zur Parrstelle ine Niedergörne  ist auch die Quelle: Beiträge zur Geschichte des Kreises Osterburg von D. E. Wollesen, Zeitz zweiter Teil, 1938, 4. Kirchliches. a) Vorreformatorische Pfarrer Seiten 8 - 11:

b) Nachreformatorische Parrer in Nieder-Görne.

In dem Abschiede der ersten Generalkirchenvisitation vom Jahre 1542heißt es: "Hat ein Pfarrhaus. Ist jetzt kein Pfarrer allhie, ist darum davon gezogen, daß die von Gorn die Pfarrhufen an sich gezogen, dem Pfarrer von einer Hufe allein eine mK. gegeben, da er sonst 1 Wispel Korns haben können, daß er sich nicht mehr zu erhalten gehabt." In dem Abschied von 1551 hören wir, wie die Kurfürstlichen Visitatoren ihre "guten Freunde", Jacob und Joachim von Gorn in Gorn bitten, die Besetzung der Pfarre auf alle Weise zu fördern. Das intressanten Schreiben lautet:

"Unsere freundliche Dienste zuvor, Ernfeste gute Freunde.

Nachdem die Pfarre zu Gorn, der ihr samt euren Vetter Patrone seid, jetzt keinen Pfarrer hat und immer viel Jahre keinen Küster gehabt, auch das Pfarrhaus und Küsterei fat verfallen, daß sie endlich, wo nichts daran geschehen  möchte, verwüstet wurde, achten wir hochnötig zu sein, dafür zu gedenken, damit ihr und eure Leute hättet, die euch Gottes Wort predigen und Sakramente reichten, weil denn die andern eure Vettern auf das geschehene Vorschreiben vor uns nicht erschienen und wir nunmals die Gelegenheit dieser Pfarre erkundigt und sonderlich, daß etliche Pächte dazu ausstehen, sind wir geneigt, euch förderlichst einen geschickten Pfarrer dahin zu verordnen, und gesinnen aus Befehl des Kurfürsten zu Brandenburg u. gn. H. für unsere Person bittend, wollet das Pfarrhaus und Küsterei förderlich lassen bauen und bessern, dazu wollen wir alle versessenen Pächte durch den Landreuter einfordern und euch zu Behuf dieses Baues zustellen lassen.

Es sollten aber dem Pfarrer hinfüro alle zugehörige Pfarrhufen selbst zu betreibenoder allda auszutun abgetreten werden, desgleichenes mit dem Küsterlande zu halten. Wenn das geschähe, versehen wir uns, daß ein Pfarrer bei euch ziemlichen Aufenthalt haben, auch in der Pfarre, diesen Handel zu Beförderung Gottes Wortes und seiner Diener lassen befohlen sein. Was denn Gott von euch erfordert, daran tut ihr auch uns. gn. Herrn gefällige Meinung, und wir sind es zu verdienen willig. Datum.

Den Ernfesten Jacob und Joachim von Gorn in Gorn, unsern guten Freunden."

Es scheint doch lange gedauert zu haben, bis die von Gorn diese Bitte erfüllt haben, denn erst 1581 berufen sie einen Pfarrer, über den uns der Abschied von 1600 nähere willkommene Nachricht gibt; da heißt es: "Der Pfarrer Er Josephus Todt, zur Zelle im Frankenlande bürtig, aetatis 55, hat zu Leipzig studiert, ist von seinen Junkern, denen von Gohren mündlich vociert anno 1581 in die Johannis Baptistae (24. Juni), ist ordiniert und confimiert zu Havelberg von D. Andrea Pratorio, concionatore aulico, in vigilia Visitationis Marie (1. Juli) 1581, hat in proxima visitatione vor 6 Jahren die Formula Concordiae zu Stendal subskribiert."

Noch etwas zum Dorf Niedergörne.

Auf der Seite 227 Die Kunstdenkmale der Provinz Sachsen Bd. 4 Der Kreis Osterburg August Hopfner Verlag Burg b. M, 1938 ist zu lesen:

niedergoerne1

 

niedergoerne2

 

Wer heute Niedergörne in der Karte sucht, sucht vergebens. Die Pfarrkirche wird auch in einer Wertermittlung aus dem Jahre 1974 beschrieben. Ihr Zeitwert betrug 37.950,00 Mark. Es sind die Vorbereitungen für ihren Abriss. Niedergörne muss in den 70iger Jahren dem Bau des Kernkraftwerkes Arneburg weichen. Näheres können Sie dazu im Internet lesen [weiter]. Ein kurzer Beitrag ist über das Untermenü zu erreichen.

Am 24. August 1601 wird Cath. Maria Todt (423,12.5755), die Tochter von Joseph Todt (424,13.11510), in Niedergörne geboren.

PFARRERBUCH der Kirchenprovinz Sachsen Biogramme Schr – To Herausgegeben vom Verein für Pfarrerinnen und Pfarrer in der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen e. V. in Zusammenarbeit mit dem Interdisziplinären Zentrum für Pietisnuisforschung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg in Verbindung mit den Franckeschen Stiftungen zu Halle (Saale) und der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen EVANGELISCHE VERLAGSANSTALT Leipzig

Seite 582 (?)

Todt, Josef
Zell. in Franken [i]
Uni. Lpz.
ord. Havelberg 01.07. 1581
1581-n. i600 Pfr. Niedergörne
N.N.
1 Kind (1 T.) bek.
T. Katharina Maria, ooAndreas Ottersburg, Pfr
Eichstedt


LHA Sa.-Anh. A 12 Niedergörne (Nieder-Göhren) 6; Czubatynski.

Cath. Maria Todt heiratet Andreas Otterborges (422,12.5754 der in Stendal geboren wurde.

 

 

 

 

 

 

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