Recherche

Stammbaum der Familie Rantzow

Weil ich wissen wollte, wo die Vorfaren der Familie Rantzow ihre Wurzeln hatten,  bezog sich meine Recherche als erstes auf meinen Stammbaum.

 

Mein Vater, Otto Hermann Gustav Rantzow (4, 2.004) wurde am 05.12.1922 in Königstest geboren.

Sein Vater war Wilhelm Hermann Rantzow (5, 3.008), geboren 12.08.1896 gleichfalls in Königstedt.

Er war der Sohn von Johann Friedrich Gustav Rantzow (12, 4.016), geboren 15.10.1858 in Gardelegen.

Der wiederum war der Sohn von Johann Gottlieb Wilhem Rantzow (14, 5.032), geboren 22.03.1819 in Letzlingen.

Sein Vater war Johann Joachim Gottlieb Rantzow (18, 6.004), geboren 06.02.1793 in Colbitz.

Er war der  Sohn von Joachim Christian Rantzow (32, 7.1282). Joachim Christian Rantzow verstarb am 12.10.1804 in Colbitz im Alter von 47 Jahren. Rechnerisch wurde er somit  im Jahre 1757 geboren.

 

Leider konnte ich trotz aller Nachfroschungen nicht ermitteln, wo er geboren wurde. Auch nicht, wer seine Eltern waren. Ich besitze nur eine Kopie zu seiner Eheschließung. Es gibt aber leider keinen Hinweis zu deren Quelle. Dieser Kopie kann ich nur entnehem, dass Joachim Christian Rantzow (7.128, 32), der dienstunfähiger Soldat und Dienstknecht, mit Anna Catharina Vandahle den 31. Jun. a.c. (1787) zu Gebenitz (dem heutigen Jävenitz) kopuliert wurde. Es fehlen  Angaben zur Geburt und  zu den Eltern.

Damit war ich in meiner Recherche zum Stammbaum der Familie Rantzow an einen "toten Punkt"gelangt.

 

Herkunft des Familiennamens Rantzow

Familiennamen haben sich etwa seit dem 12./13 Jahrhundert aus Beinamen entwickelt. Mit einem Beinamen wurden ursprünglich einnamige Personen von gleichnamigen unterschieden. Zunächst bezogen sich Beinamen nur auf eine Person, wurden aber auch auf die folgende Generation übertragen und so zum erblichen Familiennamen. Die Beinamen werden in fünf Hauptgruppen untergliedert, sie beziehen sich auf :

eine Rufnamen - in der Regel den des Vaters eines Benannten,
einen Beruf bzw. Amt oder Stand,
den Herkunftsort,
die Wohnstätte.


Dazu kommen die sogenannten Übernamen - sie beziehen sich auf körperliche oder geistige Besonderheiten eines Benannten, auf Auffälligkeiten und Merkmale seines Verhaltens, seiner Kleidung, seines Berufes etc.

Der Familienname RANTZOW basiert auf einen Herkunftsort, es handelt sich um einen Herkunftsnamen. Gleiches gilt für die Namen RANZOW, RANTZAU und RANZAU. Als namengebende Orte kommen in Frage :

Rantzau in Schleswig-Holstein (PLZ 24329 bzw. 25355)
Ranzau im niedersächsischen Wendland (PLZ 29439)
Ranzow auf Rügen in Mecklenburg (PLZ 18551)
Ranzow im Spreewald/ Brandenburg (PLZ 03229)

Nördlich einer gedachten Linie von Trier im Westen nach Dresden im Osten, wurde dem Ortsnamen ein "von" vorangestellt ( in lateinischen Urkunden "de"), eine Person aus dem Bezogsort Rantzau wurde von Rantzau genannt bzw. van Rantzau. In der Regel verschwand diese Präposition aber bis zum 16.Jahrhundert.

Historisch belegt ist, dass in den Schreibungen z mit tz sowie -ow mit au (auch -aw, -auw) wechselten. Dies gilt sowohl für die Orts- wie auch für die Familiennamen

Grundsätzlich erlauben die verschiedenen Schreibungen bei den Orts- und Familiennamen keine gegenseitige Zuordnung, denn die Schreibweisen z und tz als graphische Darstellung der Lautverbindung [ts] wechselten im Deutschen über die Jahrhunderte ständig miteinander. Bei der Endung (-au vs. -ow) ist -ow die historisch ältere Form. Die Endung -ow ist ein bei Ortsnamen sehr häufig auftretendes Element, es handelt sich um ein slawisches Suffix, mit dem zu einem Grundwort meist ein Personenname - ein Ortsname gebildet wurde. Im Falle der Orte Rantzow, Ran(t)zau wird eine altpolabische (bzw. beim lausitzischen Ort altsorbische) Grundform *Ransov- `Ort des Ranig, Rang' angesetzt, Ran(i)s ist eine Kurzform zu slawischen Vollnamen wie Ranislaw, Ranozir usw. Die Orte sind also in der Zeit gegründet worden, als die nord- und ostelbischen Gebiete sowie das Wendland noch eine slawischsprachige Bevölkerung hatten. In deutschsprachigem Munde ist bei allen fünf Orten die slawische Lautung Rang- zu Rants- (Rantz-, Ranz-) umgeformt worden, zum Teil wurde die slawische Endung -ow durch -au ersetzt - nach Vorbild der zahlreichen echt deutschen Ortsnamen auf -au = Aue (älter ouwe, owe, auwe), bei den beiden östlich gelegenen Orten (Rügen, Lausitz) ist -ow beibehalten worden. (Vgl. auch das Nebeneinander von -au und -ow beispielsweise bei den Namen Grabau/Grabow, Treptau/Treptow, Kalau/Calow, Lossau/Lossow, Bülau/Bülow, Rathenau/Rathenow, Stremlau/Stremlow.)

In der namenkundlichen Literatur werden zahlreiche Belege des Herkunftsnamens Ran(t)zow, Ran(t)zau zitiert, wobei eine Zuordnung zu einem der in Frage kommenden Orte oft nur vermutungsweise geschehen kann. Historisch hatte Rantzau bei Barmstedt wohl die größte Bedeutung, insbesondere durch die gleichnamige Grafschaft; es ist anzunehmen, dass die meisten Belege in Schleswig-Holstein auf diesen Ort Bezug haben. Sicher auf Rantzau bei Barmstedt bezogen sind die Belege Rantzow (1662), Rantzauw (1666, 1699, 1706), Ranzau (1691, 1706, 1780), Rantzau (1649, 1706 und öfter). Folgende Belege im Raum Kiel sind wahrscheinlich auf Rantzau bei Lütjenburg/Plön bezogen: de Rantzowen (1389), Rantzowe (1430), Ölegardt Rantzau (1528), Rantzow (1669, 1690). Unklar ist die Zuordnung von Ransow und Rantsow (1318 Lübeck), Jasper Rantzow (1560 Flensburg) und Peter Rantzowen (Genitiv; 1587 Flensburg). Zum Ort Ranzow auf Rügen gehören vielleicht Schacke Rantzau (1562 Damekow/Meckl.) und Joh. Ranzovius (latinisiert, 1634). Zum wendländischen Ort Ranzau werden mit einiger Wahrscheinlichkeit gestellt: Jürgen Rantzow (1564 Pannecke/Kr. Lüchow), Heinrich von Rantzau (1566 Braunschweig), Heinrich Rantzow (1587 Wrisbergholzen b. Bodenburg) = Heinrich Rantzaw (1595), Clauß Rantzow (1611 Hildesheim), Monsieur Rantzo (1689 Hannover).

Zusammenfassend lässt sich zum Familiennamen Rantzow sagen: Es handelt sich mit absoluter Sicherheit um einen Herkunftsnamen, das Gleiche gilt für die Namen Ranzow, Rantzau und Ranzau. Als namengebende Orte kommen fünf, heute als Ranzow, Rantzau bzw. Ranzau geschriebene Orte in Frage. Die historischen Belege sowohl der Orts- wie auch der Familiennamen zeigen, dass in den Schreibungen z mit tz sowie -ow mit -au (auch -aw, -auw) wechselten, so dass theoretisch jede Schreibweise des Familiennamens jedem der fünf Orte zugeordnet werden könnte. Eine Einschränkung der Zuordnungsmöglichkeiten ist nur mit Hilfe namengeographischer Gesichtspunkte möglich.

Eine Suche nach Personen mit dem Nachnamen RANTZOW in Deutschland mit der Hilfe einer Telefon-CD ermittelte 12 Einträgen. Von diesen befinden sich 6 Personen in den Dateien zu meiner Familienforschung.

Damit sind nur 6 Personen, die in Deutschland mit dem Nachnamen RANTZOW telefonisch registriert sind, vakant. Die 6 mir bekannten Personen bzw. ihre Familienangehörigen sind Nachfahren von Christian RANTZOW, der nachweislich im Jahre 1787 in Jävenitz heiratete. Dieser Ort liegt in der Altmark in der Nähe von Gardelegen.
Somit stammen die Vorfahren, auf die sich diese Familienforschung bezieht, aus der Altmark.  Damit hat die regionale Zuweisung des Namens dieser Recherchen zum wendländischen Ort Ranzau, wegen der geographischen Nähe, die höchste Wahrscheinlichkeit, auch wenn die  Schreibungen voneinander abweichen.

Leider brachten mich auch diese Erkenntnisse in meiner Recherche nicht weiter und ich verlegte meine Nachforschungen auf weitere Personen meiner Familie.

 

Weitere Linien meiner Ahnen

Ausgehend von meiner Urgroßmutter  Luise Marie Lüttgemüller (4.017) recherchierte ich in der Linie

Lüttgemüller / Mertens, örtlich einzuordnen im Raum Kakerbeck – Winterfeld

und in der Linie

Thiess beheimatet im Raum Berkau.

Der Verlauf der Linie meiner Großmutter väterlicherseits, deren Wurzeln im wendländischen Wustrow liegen, weist einen Ausreißer meiner sonst altmärkischen Vorfahren auf. Der Urgroßvater meiner Großmutter wurde in Mielenhaus geboren.

Die Linien mütterlicherseits verlaufen einmal

ausgehend von meiner Urgroßmutter Caroline Dorothee Emilie Pocats (4.021), die in Rogätz geboren wurde, in Richtung Tangermünde,

und von meinem Urgroßvater Johann Friedrich August Schulze (4.022) aus, er wurde in Sanne geboren, zu den Pfarrern  Joseph Todt zu Niedergörne, Andreas Otterborges zu Eichstedt  und Mathias Lüssow zu Rathenow.

 

Die Ergebnisse meiner Recherchen zu Thiess aus Berkau und den Pfarrern finden Sie in den Untermenüs dieser Seite.

Des Weiteren befinden sich dort meine Ahnenliste und Recherchen zu Joachim Christian Rantzow.

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